Gründe

Gründe

 

   

Neben persönlichen Lebensumständen, die zur Wohnungslosigkeit führen, sind äußere Ursachen für die steigende Zahl der Wohnungslosen seit 2008 verantwortlich:

Verarmung - Wohnungsmangel - hohe Mieten - sozialpolitische Fehlentscheidungen

Ursachen für die steigende Zahl der Wohnungslosen:

Nach Meinung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (www.bagw.de) sind mehrere Faktoren maßgeblich für den dramatischen Anstieg der Wohnungslosenzahlen und dessen Fortsetzung in den kommenden Jahren verantwortlich:

·         steigende Mietpreise und Energiekosten, insbesondere in den Ballungsgebieten bei gleichzeitig hohem Stand an Haushalten mit geringem Einkommen bei gleichz

·         ein unzureichendes Angebot an preiswertem Wohnraum in Verbindung mit dem ständig schrumpfenden sozialen Wohnungsbestand, dem nicht durch Neubau und soziale Wohnungspolitik gegengesteuert wurde. Es fehlen mindestens 2,7 Mill. Kleinwohnungen (1-3 Zimmer) für Einpersonenhaushalte.

·         Die Armut der unteren Einkommensgruppen hat sich verfestigt u.a. durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors, Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge sowie durch unzureichende Sozialleistungen (ALG II, Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt) und sinkendes Rentenniveau.

·         Kommunen, Länder und der Bund haben ihre eigenen Wohnungsbestände meistbietend an private Investoren verkauft und sich so selbst geeigneter Reserven preiswerten Wohnraums beraubt. 

 ·    unzureichender Ausbau von Fachstellen zur Verhinderung von Wohnungsverlusten in Kommunen und Landkreisen. In vielen Fällen könnte bei Meldung des drohenden Wohnungsverlustes an eine entsprechende Fachstelle Wohnungslosigkeit vermieden werden. Doch viel zu wenige Kommunen, insbesondere Klein- und Mittelstädte, und Landkreise machen von den gesetzlichen Möglichkeiten (SGB II und SGB XII) zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit Gebrauch.

Die Krise auf den Wohnungsmärkten mit ihrem Mangel an bezahlbarem Wohnraum hat ebenfalls zu einer Krise im ordnungsrechtlichen Unterkunftssektor geführt. Wohnungs- und obdachlose Menschen sitzen häufiger in Obdächern, Übernachtungsstellen und Ersatztunterkünften fest, da sie auf dem Wohnungsmarkt oft chancenlos sind.

 
      Auch in Hameln sind kleine Wohnungen rar, so  dass für Wohnungslose, die auf Leistungen gem. SGB II, bzw. SGB XII angewiesen sind, die Anmietung  von neuem Wohnraum eine große Hürde bei der Integration in die Gemeinschaft darstellt.
siehe auch https://www.hameln.de/de/wirtschaft-stadt-umwelt/stadt-im-fokus/stadtentwicklung/wohnungsmarkt/sozialer-wohnraumbedarf/