Straßensozialarbeit

Straßensozialarbeit

 

Straßensozialarbeit in Hameln

Zielgruppe

Bei der Zielgruppe handelt es sich um Hamelner Personen, bei denen “besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind“, die ohne eigenen Wohnraum leben oder in Behelfsunterkünften untergebracht sind und sich im Bereich der Hamelner Innenstadt aufhalten. Zum Teil kann es sich auch um Hamelner Personen handeln, die es trotz der vorhandenen eigenen Wohnung vorziehen, in der Gemeinschaft an öffentlichen Plätzen zu leben.

Darüber hinaus soll auch der Personenkreis der städtischen wohnungslosen Menschen erreicht werden, der neben der Mittellosigkeit unter vielfältigen  Problemlagen (z.B. Verwahrlosung, physischer und psychischer Erkrankung, sozialer Isolation) leidet.

Im Focus sind auch die Menschen, die im städtischen Obdach „Walkemühle“ untergebracht sind, dort aber nicht sozial betreut werden. Bei der anzusprechenden Zielgruppe handelt es sich um Personen die aufgrund der geschilderten besonderen sozialen Schwierigkeiten sowie aus diversen persönlichen Gründen (Scheu, Vereinsamung, Scham, Verwahrlosung, Krankheit, Sucht, Hilflosigkeit, in der Vergangenheit abgebrochenen Hilfeprozessen, Behördenängsten, Perspektiv- und Motivationslosigkeit u.v.m.) nicht in der Lage sind, Hilfen von sich aus in Anspruch zu nehmen; Menschen, die zum Teil das Hilfesystem und seine Möglichkeiten sowie ihre rechtlichen Ansprüche nicht kennen oder die kein Vertrauen zu den Institutionen mehr haben. Diese Menschen sind aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt und halten sich oft an den örtlichen Szenetreffpunkten auf. Ihr Verhalten wird als  abweichend erlebt und nicht selten als Bedrohung oder Belästigung empfunden. Im Stadtbild sind sie auffällig, vielen Bürgern unerwünscht und störend; in einer Touristenstadt wie Hameln wird dies als besonders brisant erlebt.

 

Ziele von Straßensozialarbeit in Hameln

 

Die Straßensozialarbeit in Hameln erfolgt mit dem Ziel, der gesellschaftlichen Ausgrenzung und Isolation dieser sozial deklassierten, in Armut lebenden Menschen entgegenzuwirken, soweit wie möglich präventive Maßnahmen zu ergreifen oder ggf. eine Verschlimmerung zu verhüten

Um diese Ziele zu erreichen ist es notwendig, den beschriebenen Personenkreis regelmäßig in seiner prekären Lebenswelt aufzusuchen, eine Vertrauensbasis aufzubauen und ihn zu motivieren

- den eigenen Hilfebedarf zu erkennen,

-Unterstützung bei der Wohnungssuche, Vermittlung, ggf. Begleitung in das Hilfesystem, ins Sozialleistungssystem anzunehmen,

- die Aufenthalts- und Versorgungsangebote sowie die sozialpädagogischen Angebote im Tagestreff und in der Beratungsstelle für sich zu nutzen,

- an sozialer Gruppenarbeit zur Förderung der Kommunikation und zur Entwicklung persönlicher Ressourcen teilzunehmen und

- die Vermittlung in die Übernachtungsstelle des Landkreises und die Beratungsstelle im Senior Schläger Haus anzunehmen